25 Personen wurden gerettet. Darunter befanden sich eine schwangere Frau und mehrere Minderjährige. Alle befinden sich nun in Sicherheit an Bord der OV.
Einsatzbericht 6/2026 der Ocean Viking – 25 Menschen gerettet
Heimatland
Rettungsdatum
Alter
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Am 02. Mai konnte die Besatzung der Ocean Viking in einem Einsatz insgesamt 25 Menschen, die Hälfte davon Minderjährige und eine schwangere Frau, aus der überlappenden maltesischen und libyschen SRR evakuieren. Als sicherer Hafen wurde Ancona zugewiesen.
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Samstag, 2. Mai
Kurz vor Mitternacht am 1. Mai erhielt die Besatzung der Ocean Viking einen Notruf. Von der Brücke aus wurde nördlich der Grenze zwischen der libyschen und der maltesischen Such- und Rettungsregion ein Boot gesichtet. Es handelte sich um ein weißes überfülltes Schlauchboot, bei dem ein Auftriebsschlauch die Luft verloren hatte.
Es wurde umgehend eine Rettungsaktion durchgeführt, bei der alle drei RHIBs unter unruhigen Seebedingungen mit etwa einem Meter hohen Wellen eingesetzt wurden. 25 Personen wurden an Bord gebracht, darunter zwei Frauen, von denen eine schwanger ist. Die Hälfte der Überlebenden sind Minderjährige.
Nach drei Tagen und vier Nächten auf See ohne Nahrung und Wasser waren die Überlebenden unterkühlt, erschöpft und dehydriert. Einige hatten Sonnenbrand oder erlitten Verbrennungen durch Kontakt mit Treibstoff. Sie gaben an, seit vier bis fünf Tagen ohne Nahrung und Wasser auf See zu sein, nachdem sie in Zuwara, Libyen ablegt hatten.
Die Überlebenden wurden an Bord versorgt und können sich nach dieser anstrengenden Zeit nun langsam erholen.
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Die Menschen gaben an, unter anderem aus Somalia, dem Sudan, Ägypten, Äthiopien, Syrien und Eritrea zu stammen.
An Bord der Ocean Viking konnten sie sich aufwärmen, duschen und erhielten trockene Kleidung. Die Besatzung hielt eine kurze Begrüssungsrunde ab, um die verschiedenen Aufgaben der einzelnen Besatzungsmitglieder zu erklären. Nun ruhen sie sich aus und beginnen, sich nach diesen anstrengenden Tagen auf See körperlich zu erholen.
Ancona wurde als sicherer Hafen zugewiesen, ungefähr 800 nautische Meilen entfernt, das entspricht vier Tagen Fahrt. Diese zusätzlichen Tage auf See verlängern unnötig das Leid der Überlebenden und führen zu verringerten Rettungskapazitäten im Einsatzgebiet. Ancona wird voraussichtlich am 6. Mai erreicht.

Mittwoch, 6. Mai
Nach einer 4-tägigen Fahrt sind gestern 25 Überlebende endlich in Ancona an Land gegangen.
Die Hälfte von ihnen waren Minderjährige, darunter zwei Frauen, eine davon schwanger. Sie sind nun in Sicherheit, und wir wünschen ihnen alles Gute.
Von Gewalt und Freiheitsberaubung in Libyen bis hin zu mehreren Tagen auf See, endete ihre Reise nicht mit der Rettung: Die #OceanViking war gezwungen, 1.500 Kilometer zu einem sicheren Hafen zurückzulegen. Die Zuweisung entfernter Häfen hält schutzbedürftige Überlebende länger auf See und hält Rettungsschiffe von dem Ort ab, wo sie am dringendsten gebraucht werden: auf dem Mittelmeer.
Zum 31. Dezember 2024 gab es 6.530 freie Plätze in Aufnahmezentren in Sizilien, Kalabrien und Apulien. Eine Lücke, die eine einfache Frage aufwirft: Wenn es im Süden freie Plätze gibt, warum werden humanitäre Schiffe tausende von Kilometern in den Norden Italiens geschickt?
Fotocredit: Marie Tihon / SOS MEDITERRANEE
Actualités
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Marcus* : «In Libyen werden viele Afrikaner gefangen genommen und inhaftiert. Sie sitzen dort fest, ohne Ausweg.»

Ein lebloser Körper im Meer, unsichtbare Todesfälle
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STILL AT SEA #2
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