Marcus* : «In Libyen werden viele Afrikaner gefangen genommen und inhaftiert. Sie sitzen dort fest, ohne Ausweg.»
Marcus gehörte zu den 116 Menschen, die in einen «Medicane» geraten waren und auf der Offshore-Plattform Miskar eine unerwartete Zuflucht gefunden hatten.
Marcus* : «In Libyen werden viele Afrikaner gefangen genommen und inhaftiert. Sie sitzen dort fest, ohne Ausweg.»
Marcus
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Marcus gehörte zu den 116 Personen, die am 19. März 2026 von der Offshore-Plattform Miskar im gemeinsamen Rettungsgebiet (SRR) von Tunesien und Malta gerettet wurden. Er befand sich an Bord eines der beiden überladenen Boote, die Zuwarah in Libyen verlassen hatten und in einen «Medicane» geraten waren, einen orkanartigen Sturm im zentralen Mittelmeer.
Wir waren mehr als 60 Menschen auf diesem Boot.
Als wir losfuhren, war es sehr windig und die See war rau. Es gab viele Wellen, viel zu viele, und der Wind war sehr stark.
Das Boot füllte sich mit Wasser, bis es völlig voll war. Es kam zu einem Punkt, an dem wir nichts mehr hatten, um das Wasser über Bord zu schöpfen.
Das Meer ist gefährlich.
Er befand sich auf einem von zwei überfüllten Booten, die Zuwarah in Libyen verlassen hatten und in einen Medicane gerieten, einen orkanartigen Sturm im zentralen Mittelmeer.

Wir sahen ein Haus im Meer (die Plattform), und versuchten, uns daran festzuhalten, als wir es erreichten. Jeder Versuchte nur noch, zu überleben. Wer Halt fand, klammerte sich fest und versuchte, hochzuklettern.
Wer einem Freund helfen konnte, tat es.
Sobald wir auf der Plattform waren, wurden wir gut behandelt. Sie gaben uns Essen, Decken und alles, was wir brauchten.
Sie kümmerten sich um uns.
Wir blieben dort fünf Tage lang. Nach fünf Tagen sahen wir die Ocean Viking. Sie kamen und retteten uns.
Auf der Plattform angekommen, mussten 116 Menschen, darunter 39 unbegleitete Minderjährige, 13 Frauen, ein Kind und zwei Babys, warten. Vier Nächte und fünf Tage lang blieben sie unter freiem Himmel und waren den Elementen schutzlos ausgeliefert.
Rettungsrufe wurden an die Behörden gesendet, doch es folgte keine konkrete Reaktion. Auf Druck humanitärer Organisationen forderte das #UNHumanRightsCommittee Malta auf, eine Such- und Rettungsaktion zu koordinieren.
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Nach fünf Tagen sahen wir die Ocean Viking. Sie kamen und retteten uns. Letztendlich war es die Crew der Ocean Viking, die die Rettung durchgeführte.
Marcus berichtete auch darüber, was die Menschen in Libyen erdulden müssen, insbesondere Afrikaner, die Missbrauch, Gewalt und Ausbeutung ausgesetzt sind. Sein Bericht ist ein weiterer Beleg dafür, dass die Menschenrechte in Libyen nicht geachtet werden.
In Libyen werden viele Afrikaner gefangen genommen und inhaftiert. Sie sitzen dort fest, ohne Ausweg. Die Libyer fordern sie auf, ihre Familien anzurufen, damit diese für ihre Freilassung bezahlen, doch selbst wenn das Geld eintrifft, werden sie oft nicht freigelassen.
Fotocredit: Ville Maali / SOS MEDITERRANEE
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Einsatzbericht 6/2026 der Ocean Viking – 25 Menschen gerettet

Ein lebloser Körper im Meer, unsichtbare Todesfälle
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STILL AT SEA #2
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