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Drissa: Manche Menschen betrachten Schwarze Haut immer noch als etwas Unmenschliches.

August 8, 2025

Drissa ist 25 Jahre alt und kommt aus Mali. Er wurde am 23. Februar 2025 in der libyschen Such- und Rettungsregion von einem Glasfaserboot gerettet.

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Drissa: Manche Menschen betrachten Schwarze Haut immer noch als etwas Unmenschliches.

Drissa

August 8, 2025

Heimatland

Mali

Rettungsdatum

February 23, 2025

Alter

25

Drissa* ist 25 Jahre alt und kommt aus Mali. Er wurde am 23. Februar 2025 in der libyschen Such- und Rettungsregion von einem Glasfaserboot gerettet. Drissa lächelte immer, hielt sich stets an alle Regeln an Bord und bedankte sich für alles, was die Besatzungsmitglieder für ihn taten. Er strahlte dabei eine natürliche Weisheit aus.

 

„Ich habe Mali verlassen, weil Dschihadisten mein Dorf angegriffen haben. Diese Leute behaupten, sie würden einen religiösen Krieg führen, aber wir glauben das nicht. Diese Terroristen kommen und greifen dich an. Sie töten Menschen. Sie wollen Menschen auf jede erdenkliche Weise eliminieren.

 

Wenn sie in einem Dorf ankommen, vergewaltigen sie dort sogar Frauen. In einigen Dörfern neben unserem, haben sie Frauen vor den Augen ihrer Familien vergewaltigt. Man kann nichts sagen, weil sie Waffen tragen. Wenn man etwas sagt, wird man getötet. Männer zu töten ist nichts Besonderes für sie. Männer sind wie Hühner für sie, so wie wir jeden Tag Hühner schlachten, um sie zu essen, sind Männer für die Terroristen nichts.  

Sie versuchen, die Macht zu ergreifen, um das Land zu regieren.

 

Sie haben viele Menschen in meinem Dorf getötet. Alles ist dort zerstört. Sie haben einige meiner Familienmitglieder getötet. Seitdem ich all das gesehen habe, dachte ich, dass es so nicht weitergehen kann. Ich dachte mir: 'Es ist besser, dieses Land zu verlassen.'

Das hat mich dazu gebracht, Mali zu verlassen und nach Europa zu kommen. Ich bin durch Niger, Algerien und Libyen gereist, bevor ich versuchte, das Meer zu überqueren. Während der Durchquerung der Wüste, wurden wir mehrmals von Mafiagruppen angegriffen, vor allem im Norden Malis. Einige Personen aus meiner Gruppe wurden getötet.

 

Wir sagen, dass Sklaverei schon vorlanger Zeit abgeschafft wurde. Ich würde das gerne glauben. Aber als ich meine Reise startete, wurde mir klar, dass sie noch lange nicht vorbei ist.  

‍

Was jetzt passiert, ist schlimmer als vorher. Vorallem in Algerien und Libyen. Manche Menschen betrachten Schwarze Haut immernoch als etwas Unmenschliches.”

‍

*Name zum Schutz der Anonymität geändert

Verschriftlicht von Alisha Vaya

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