ALBATROSS
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UNSER FLUGZEUG
Die Mission
SOS MEDITERRANEE hat in Zusammenarbeit mit der Humanitarian Pilots Initiative (HPI) ihre erste Luftüberwachungsmission gestartet, um zu dokumentieren, was auf See geschieht, wenn Menschen in Not schutzlos sich selbst überlassen bleiben und gesetzliche Verpflichtungen nicht eingehalten werden. Während der Überwachungsflüge werden die Albatross-Teams von SOS MEDITERRANEE gemäss den Vorschriften der Zivilluftfahrt die zuständigen Behörden alarmieren, sobald sie Notfälle entdecken.
Der Hintergrund
Diese Mission wurde ins Leben gerufen, da die Seenotrettungseinsätze im zentralen Mittelmeer zunehmend fragmentiert und verzögert ablaufen und immer häufiger durch Abfangmassnahmen und Rückführungen an gefährliche Orte ersetzt werden. Mithilfe von Luftbeobachtungen dokumentiert SOS MEDITERRANEE Notsituationen, die Reaktionen der Staaten und das Verhalten der Akteure auf See, um Leben zu schützen, den humanitären Raum zu bewahren und die Rechenschaftspflicht zu fördern.
Das Ziel
Eine der Kernaufgaben der Mission besteht darin, unabhängige und überprüfbare Informationen über Notsituationen und Verzögerungen bei der Hilfeleistung, die Koordination von Such- und Rettungsaktionen oder deren Fehlen, Abfangmassnahmen, Zurückweisungen und die Anwendung von Gewalt sowie über die Präsenz und das Verhalten privater, staatlicher und von der EU unterstützter Mittel zu sammeln. Das Flugzeug ist kein Such- und Rettungsmittel (SAR) und koordiniert oder leitet keine Rettungsaktionen.
HUMANITARIAN PILOTS INITIATIVE
HPI, eine in der Schweiz ansässige NGO, die sich auf humanitäre Luftoperationen spezialisiert hat, nutzt die Zivilluftfahrt, um Menschen in Not schnelle und direkte zu helfen. Sie hat insbesondere das Super Versatile Airdrop System (SVAS) entwickelt, mit dem humanitäre Hilfsgüter präzise in abgelegene Gebiete transportiert werden können.
Seit 2016 führt HPI in Zusammenarbeit mit Sea-Watch regelmässige Luftaufklärungsflüge über dem zentralen Mittelmeer durch. Mehr als 54'000 Menschen in Not konnten ausfindig gemacht und den zuständigen Behörden gemeldet werden. Derzeit bringt HPI, auch an der Seite von SOS MEDITERRANEE, die die operative Koordination übernimmt, seine umfassende Erfahrung in der Luftüberwachung ein und kümmert sich um die flugtechnischen Aspekte.
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WANN? WO?
Eine erste Phase wurde im November 2025 eingeleitet, damit die Teams die erforderlichen operativen Verfahren und technischen Kapazitäten aufbauen konnten. Die regelmässigen Einsätze begannen Anfang 2026.
Jeder der Luftpatrouillenflüge führt über internationale Gewässer, über den libyschen und maltesischen Such- und Rettungsgebieten (SRR) sowie über dem Gebiet, das sich über die libyschen, maltesischen und tunesischen Gebiete erstreckt.
WARUM DER NAME «ALBATROSS»?
In der Seefahrertradition glaubt man, dass der Albatros die Seelen der auf See verschollenen Seeleute trägt und sie durch die Weiten des Ozeans führt. Seine langen, unermüdlichen Flüge verkörpern die Themen Migration, Ausdauer und ewige Reise. Als einsame, aber majestätische Erscheinung symbolisiert er auch die Last und die Anmut eines Exils fern der Heimat.
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